Umweltpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden  

Umweltpreis 2012 der Landeshauptstadt Wiesbaden für die Arbeitsprojekte Mühltal des Caritasverbandes Wiesbaden-Rheingau-Taunus e.V.

Der Stromspacheck hilf einkommensschwachen Haushalten beim Sparen von Energie und Wasser


7.302 Energiesparlampen, 1.551 schaltbare Steckerleisten und 1.205 Strahlregler für Wasserhähne haben die Stromsparhelfer über den kostenlosen Stromsparcheck für einkommensschwache Haushalte eingebaut. Das ergibt langfristige Einsparungen, gerechnet über die Lebensdauer der Sparartikel, von 2.249.175 kwh Strom, 2.215.550 kg CO2, 184.746 m³ Wasser. Die finanzielle Einsparung aller einkommensschwacher Haushalte beläuft sich auf 1.452.564 €.

Seit Mai 2009 beraten die Stromsparhelfer mit ihrem kostenlosen Stromsparcheck einkommensschwache Haushalte direkt in der Wohnung, um eine spürbare Reduzierung des Strom- und Wasserverbrauchs herbeizuführen und gleichzeitig eine finanzielle Entlastung zu bewirken. Die Landeshauptstadt Wiesbaden zeichnet das Projekt nun mit dem Umweltpreis 2012 aus. "Wir freuen uns über diese Würdigung unseres Projektes", sagt Joachim Bach, Einrichtungsleiter in den Arbeitsprojekten Mühltal. "Das Besondere daran ist, dass wir Umweltschutz mit der beruflichen Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen verbinden und gleichzeitig eine finanzielle Entlastung für einkommensschwache Haushalte bewirken. Die Energiekosten, gerade in diesem Bereich, sind in den letzten Jahren überproportional angestiegen."

Ihren Sitz haben die Stromsparhelfer im eigenen Stromsparladen in der Hellmundstraße 30 - mitten im Wiesbadener Westend. Die Stromsparhelfer selbst sind in Arbeitsgelegenheiten beschäftigt und werden im Vorfeld umfassend für ihre Aufgabe geschult. Vor der Handwerkskammer Rhein-Main können sie eine Prüfung zum Serviceberater für Energie- und Wasserspartechnik (HWK) ablegen.

Das Angebot ist kostenlos und richtet sich gezielt an einkommensschwache Haushalte, die Arbeitslosengeld II, Wohngeld oder Sozialhilfe beziehen. Sie sind von den steigenden Energiekosten im besonderen Maße betroffen, da sie häufig ältere Geräte oder solche aus dem unteren Preissegment mit einem vergleichsweise hohen Energieverbrauch nutzen. Die Einsparungen kommen den Familien direkt zugute, da Stromkosten aus dem Regelsatz der Grundsicherung überwiegend selbst bestritten werden müssen. 

Die Beratung durch die Stromsparhelfer erfolgt in zwei Schritten. Der erste Hausbesuch dient der energetischen Analyse des zu beratenden Haushalts. Im Anschluss werden die Daten mit einer speziellen Software ausgewertet. Beim zweiten Termin erteilen die Stromsparhelfer Ratschläge, wie durch entsprechendes Nutzungsverhalten der Stromverbrauch reduziert werden kann. Je nach individuellem Bedarf und Größe des Haushalts werden Stromsparartikel im Werte von max. 70 € installiert.

Mit seiner Kommunalen Arbeitsvermittlung hat die Landeshauptstadt Wiesbaden die Qualifizierung der Langzeitarbeitslosen von Anfang an unterstützt. Eine besondere Rolle nimmt der Klimaschutzfonds der ESWE-Versorgung ein, der das Projekt in der Pionierzeit 20 Monate lang finanziell unterstützt hat. Die kostenfreien Stromsparhilfen wurden überwiegend durch das Bundesumweltministerium finanziert „Wir sind mit den Ergebnissen des Projektes bisher sehr zufrieden“, sagt Joachim Bach. „Wir leisten damit einen messbaren Beitrag zum Umweltschutz und unterstützen gleichzeitig einkommensschwache Haushalte.“ Die Ziele für 2013 sind schon festgelegt. So wollen die Stromsparhelfer im kommenden Jahr weitere 400 einkommensschwache Haushalte erreichen und hoffen darauf, dass sich viele interessierte Haushalte im Stromsparladen melden.

Das Projekt ist nach einer Weihnachtsschließung ab dem 07.01.2013 wieder geöffnet: 

Stromsparladen
Hellmundstraße 30
65183 Wiesbaden
Tel.: 0611 - 6 09 23 48
Fax: 0611 - 6 09 22 76
E-Mail: stromsparen@caritas-wirt.de