Richtfest im Wellritzhof  

Caritasdirektorin Barbara Handke am Mikrofon
„Migrationsarbeit ist einer der wesentlichen Schwerpunkte unserer Arbeit“, sagt Barbara Handke.

Am 21. Oktober 2008 haben Landeshauptstadt Wiesbaden und Caritasverband Wiesbaden-Rheingau-Taunus e.V. das Voranschreiten der Arbeiten am gemeinsamen Bauprojekt „Wellritzhof“ mit einem traditionellen Richtfest gefeiert. Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller, Caritasdirektorin Barbara Handke, Sozialdezernent Arno Goßmann und Stadträtin Rita Thies zeigten sich erfreut über den derzeitigen Stand der Arbeiten. Anfängliche Schwierigkeiten beim Bau, hervorgerufen durch den überraschenden Fund eines unterirdischen Tanks, hatten kurz nach Baubeginn im März dieses Jahres zu Verzögerungen geführt. Nun ist man zuversichtlich, dass die Gebäude im Juni 2009 bezugsfertig sind.

Im Rahmen des Projekts ist der Caritasverband verantwortlich für den Bau zwölf altengerechter, barrierefreier Wohnungen mit einer Größe zwischen 45 und 55
Quadratmeter. Die Landeshauptstadt Wiesbaden errichtet als Bauherr ein Kinderzentrum mit Bewegungshalle. „Nachdem wir im Januar dieses Jahres den – ursprünglich  einmal für 2004 geplanten – Baubeginn verkünden konnten, freut es mich nun umso mehr, dass das Projekt jetzt zügig voran kommt und damit ein wichtiger Beitrag zur Aufwertung des Viertels geleistet wird“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Müller.

Etwa 700 Quadratmeter der insgesamt 1.700 Quadratmeter großen Hoffläche werden mit den Gebäuden überbaut. „Es bleibt also noch mehr als genug Platz für die geplante großzügige begrünte Freifläche mit Kinderspielplatz, die für Aktivitäten des Kinderzentrums und durch Familien und Senioren mitten im Zentrum des Stadtteils genutzt werden kann“, betont Stadträtin Thies. Jung und alt können sich aber selbstverständlich auch in den Räumen treffen – Kinderzentrum und Altenwohnungen sind im ersten Stock durch ein Treppenhaus miteinander verbunden.

Caritasdirektorin Barbara Handke zeigt sich von dem Konzept, die Generationen näher zusammen zu bringen, überzeugt: „Unsere Altenpflegeeinrichtung Clemenshaus befindet sich in direkter Nachbarschaft zu einer Kindertagesstätte. Insofern haben wir bereits sehr positive Erfahrungen gemacht, was das Zusammenleben von jung und alt angeht. Die Zustimmung zum Projekt im Wellritzhof haben wir sehr gern gegeben.“

Die Kosten für die Gebäude werden sich insgesamt auf etwa 3,4 Millionen Euro belaufen. Etwa 1,75 Millionen Euro sind davon für das Kinderzentrum veranschlagt, 1,65 Millionen Euro für die altengerechten Wohnungen. Die Freiflächen werden im Anschluss durch die Landeshauptstadt fertig gestellt. Beide Bauherren erhalten Mittel aus dem Topf Soziale Stadt Inneres Westend, denn durch den Wellritzhof erhofft man sich positive Impulse für das gesamte Viertel. „Dies ist ein wegweisender Schritt zur weiteren Entwicklung des Westends“, so Sozialdezernent Arno Goßmann. Neben der städtebaulichen Aufwertung und der Verbesserung der Grün- und Freiflächenausstattung soll auch die kulturell-künstlerische und bewegungsorientierte Infrastruktur sowie das Angebot für Kinder verbessert werden. Für den Caritasverband lag ein wichtiger Aspekt des Projekts auch in der Wohnlage mit einem hohen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund. „Migrationsarbeit ist einer der wesentlichen Schwerpunkte unserer Arbeit“, sagt Barbara Handke.