Sonderbriefmarke zu Ehren Lorenz Werthmanns  

Sonderbriefmarke mit Portraitbild von
Lorenz Werthmann, 1858 - 1921

Anlässlich des 150. Geburtstags Lorenz Werthmanns öffnete am 9. Oktober, dem Erstausgabetag einer Sondermarke zu Ehren des Caritasgründers, ein Sonderpostamt in Geisenheim, seiner Geburtsstadt, seine Pforten. Der Caritasverband Wiesbaden-Rheingau-Taunus e.V. und der Verein der Briefmarkenfreunde Rheingau e.V. schafften den äußeren Rahmen, um den berühmten Sohn der Stadt in seinem Geburtsort angemessen zu würdigen.

Auf der von Karen Scholz entworfenen Sondermarke ist neben einem Foto Werthmanns aus dem Jahr 1912 auch das Flammenkreuz der Caritas zu sehen. Neben der Marke wurde auch das angebotene Sonderkuvert, das das Geburtshaus Werthmanns zeigt, und die üblichen Ersttagsblätter mit Sonderstempel Bonn und Berlin von den Interessenten erstanden. Zusätzlich gab es als Besonderheit einen lokalen Geisenheimer Stempel, der als Blickfang den Geisenheimer Dom sowie die Inschrift „Geburtsstadt des Caritasgründers“ trug und ausschließlich an diesem Tag eingesetzt wurde.

Viele Besucher betrachteten auch ausgiebig die Briefmarken- und Postkartenausstellung der Briefmarkenfreunde Rheingau und blieben zum Empfang des Caritasverbandes – unter ihnen auch Bürgermeister Manfred Federhen und Weinkönigin Katharina Philipp. Hier bot sich die Gelegenheit den angebotenen Werthmann-Wein vom bischöflichen Weingut in Rüdesheim zu verkosten und zu kaufen. Ein Euro des Verkaufserlöses kommt der Caritasstiftung in der Diözese Limburg zugute. Claudia Klee, Abteilungsleiterin Soziale Dienste im Caritasverband Wiesbaden-Rheingau-Taunus e.V., hob hervor, dass von der Stiftung auch Projekte in der Region unterstützt werden.

In seinem Kurzvortrag fand Jan Kanty Fibich vom Caritasverband die richtigen Worte zu Werdegang, Arbeit und Verdiensten Lorenz Werthmanns. Durch die Gründung des Caritasverbandes konnte die bis dahin vereinzelt regional betriebene Sozialarbeit nicht nur in einem zentralen Hilfswerk gebündelt, sondern auch professionalisiert werden. So gehen auf das Engagement Werthmanns auch die Gründung von Institutionen zur Ausbildung, einer Bibliothek und einer Caritaszeitschrift zurück. Heute ist der Caritasverband eine lebendige Institution mit etwa 25.000 Einrichtungen und 500.000 hauptberuflich Angestellten.